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Ich schreibe über das „dazwischen“, über die kleinen Momente, die das Leben lebenswert machen. Keine wichtigen Ereignisse, keine großen Gesten, sondern ganz alltägliche Dinge. Ich schätze sie wert, indem ich darüber schreibe. Der Schreibprozess ist geprägt von der Angst von dem leeren Blatt Papier, die es zu überwinden gilt, ohne den Drang nachzugeben, die Seite vollschreiben zu müssen. Diffuse Poesie beschreibt also das Konzept, den Mut zur Lücke zu haben und damit offen umzugehen. All die Dinge nicht klar zu benennen, sondern die dahinterliegenden Gedanken- und Gefühlswelten einzufangen. Im Gegensatz zur konkreten Poesie, der eine eindeutige Aussage zugrundeliegt und die stets eine Botschaft zu vermitteln hat. Habe den Mut, zwischen den Zeilen zu lesen und über das Gelesene nachzudenken. Denn Worte haben nur die Bedeutung, die wir ihnen geliehen haben. Gedichte sind nur verdichtete Sprache und lassen immer einen gewissen Spielraum für die eigene Interpretation offen. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen zwischen den Zeilen!

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