Wir sind noch jung, doch fühlen uns schon alt.
Wann sind wir wirklich erwachsen? Bald?
Wir belügen uns selbst, setzen ein Lächeln auf, doch die Grimmasse verrutscht.
Wir taumeln entlang am Wegrand unseres Lebens.
Komm, nimm meine Hand!
Lass uns den Puls der Zeit erspüren.
Wir schwirren wie Motten durch die Nacht, auf der Suche nach Licht.
Wir folgen den Leuchtspuren vergangener Tage und Irrlichter weisen uns den Weg.
Bis dorthin, wo selbst die Lichter Schatten werfen.
Dann treten wir endlich vom Schatten ins Licht.
Wer sind wir und wer wollen wir sein?
Wir sind die letzte Generation, die noch was retten kann.
Wir haben Veränderungwut im Bauch und Freundeskummer in der Brust.
Wir verwandeln Glücksgefühle in Selbstsabotage.
So viel Gedankenschwere, so wenig Gefühlsleichtigkeit,
Doch ein Hoffnungsschimmer verspricht Freudenmomente.
Wer sind wir und wer wollen wir sein?
Wir sind nur ein Moment, nicht mehr und nicht weniger.
Wir kämpfen mit Worten gegen das Vergessen an, doch Erinnerungen werden von der Zeit gefressen.
Vor unserem inneren Auge spielt sich die Zukunft von gestern ab.
Wir sind nur ein kleiner Riss im Raum-Zeit-Kontinuum, eine verschwindend geringe Unendlichkeit, ein winziger Ausläufer eines Fraktals.
Unsere Blicke verlieren sich in Gedankengalaxien.
Unser Leben nur ein Wimpernschlag im Universum.
Wer sind wir und wer wollen wir sein?
Wir sind hier.
Wir sind queer.
Wir sind wir.

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