Wer sind wir und wer wollen wir sein?

Bin ich dein; bist du mein?

Ich bin ein wandelndes Paradoxon

Glücklich und traurig zugleich

Ein verwirrendes Oxymoron

Male in kuntergrau und dunkelbunt

Immer noch auf der Suche nach mir

Hoffe, dass ich mich nicht verlier

Ja, ich bin ambivalent

Vorurteile haben mich bedrängt

Du nennst mich egoistisch

Denn dein Denken ist beschränkt

Ich bin so, wie ich bin und mach was draus

Nimm mich an oder lach mich aus

Nein — verflixt

Ich schulde dir nichts!


Wer sind wir und wer wollen wir sein?

Ich bin genug, halt mich nicht klein

Denkst du wirklich, ich bin allein?

Sehe ich dich wie du mich oder nicht?

Unverständnis spiegelt sich in deinem Gesicht

Du ziehst dir meine Schuhe an und ich renne weg:

Ich renne weg! Vor allem meinen Sorgen

Ich renne weg! Vor den Problemen von morgen

Doch ich—weiß, dass das selten geht

Ich bleib—immer wieder vor mir selber stehn.


Wer sind wir und wer wollen wir sein?

Renn’ los, doch brech dir kein Bein

Es geht über Stock und Stein

Und auch ich will rennen, doch bin zu müde

Das ist weder eine Ausrede, noch eine Lüge

Ich lege mich auf den nassen Asphalt

Mir ist so unfassbar kalt

Schließe die Augen, denn es ist ermüdend, in unserem Körperbau zu wohnen

Wir bewegen uns dauernd in Grauzonen, auf der Suche nach einem buntem Graffiti

Und vielleicht finden wir unterwegs—rein zufällig—uns selbst.



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