Ich vermisse das Gefühl tiefster Ergriffenheit, wenn die Worte aus mir hinausfließen, das leere Blatt Papier füllen. Wenn aus freudiger Inspiration Gedichte und Geschichten entstehen. Doch hier sitze ich vor dem leeren weißen Blatt und kann meine Gedanken nicht fassen, sie entgleiten mir … Wörter ziehen sich wie Kaugummifäden in die L ä n g e … Die Angst in mir wächst, mein Sprachgefühl verloren zu haben. Denn was bin ich, wenn nicht die Summe meiner Worte? Was macht mich aus, wenn nicht das, was ich zu sagen habe? Zeilen, die gegen das Vergessen der Welt kämpfen, der Versuch eine bleibende Spur zu hinterlassen. Damit man sich an mich erinnert. Weil ich was zu sagen habe. Auch wenn das niemanden interessiert, will ich es gesagt haben. Und wenn es jemanden interessiert, hoffe ich, dass meine Worte berühren. Ein bleibendes Gefühl hinterlassen. Vielleicht erwarte ich zu viel. Was ist schon meine Stimme unter vielen? Mein Schrei in die Stille? Mein Text in den Weiten des Internets? Wenn du das hier liest, sei dir gewiss, dass deine Worte zählen; deine Stimme gehört wird. Auch wenn es nur eine Person ist, die deinen Text liest; die dir zuhört.

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